Lernreise: Steuern und Recht

Kapitel 3:
Steuererklärung für Anlegende

Steuern runter, Rendite rauf

Lesedauer: 5 Minuten

Artikel

Dein cleverer Weg zu weniger Steuern

Du investierst in Wertpapiere und möchtest nicht unnötig Steuern zahlen? Dann bist du hier richtig. Denn viele Menschen lassen sich jedes Jahr bares Geld entgehen, weil sie ihre Steuer­erklärung nicht optimal nutzen. Dabei kannst du mit ein paar Kniffen deine Steuerlast reduzieren – und so mehr Rendite erzielen.

Quelle: Bund der Steuerzahler

Infografik fehlerhafter Steuerbescheid

Diese Punkte gehören in fast jede Steuererklärung

  1. Verlustverrechnung nutzen
    Verluste aus Wertpapier­verkäufen kannst du steuerlich geltend machen. Aktien­verluste sind nur mit Aktien­gewinnen verrechenbar, aber Verluste aus anderen Wertpapieren wie ETFs, Fonds oder Anleihen verrechnest du mit allen Kapital­erträgen. Nicht verrechnete Verluste trägst du ins nächste Steuerjahr vor, das senkt zukünftige Steuerlasten.
  2. Günstigerprüfung beantragen
    Liegt dein persönlicher Einkommen­steuersatz unter 25 Prozent, ist eine Günstigerprüfung sinnvoll. Das Finanzamt prüft, ob die Besteuerung deiner Kapitalerträge mit deinem individuellen Steuersatz günstiger wäre als mit der pauschalen Abgeltungssteuer. Das ist oft bei niedrigen Einkommen der Fall.
  3. Sparerpauschbetrag ausschöpfen
    Freistellungsauftrag vergessen oder nicht ausreichend gestellt? Zu viel Abgeltungssteuer abgeführt? Kein Problem: Über die Steuererklärung kannst du zu viel gezahlte Steuern zurückholen, indem du den Sparerpauschbetrag nachträglich geltend machst. Dafür nutzt du die Anlage KAP.
  4. Kryptowährungen steuerfrei realisieren
    Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin und anderen Krypto­währungen unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, sondern sind private Veräußerungsgeschäfte. Der Vorteil: Länger als ein Jahr gehaltene Kryptowährungen sind beim Verkauf komplett steuerfrei.

Das sind die wichtigsten Informationen zum Thema Steuer­erklärung. Einnahmen aus dem Handel mit Kryptowerten müssen übrigens grundsätzlich auch versteuert werden. Wie und warum, erfährst du im nächsten Kapitel.

Beachte:

Die Inhalte dieses Textes dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechts­beratung oder Steuer­beratung. Trotz sorgfältiger Recherche und Verwendung aktueller Daten können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit, Aktualität oder rechtliche Verbindlichkeit übernehmen.
Bei konkreten Fragen konsultiere bitte stets qualifizierte Steuer­berater­innen und Steuer­berater oder Rechts­anwältinnen und Rechts­anwälte.

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